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Prozessdaten als Quelle — wie wir den MRT-Slot-Plan 2026 am Institut Doringer designen

Sechs Monate Datenanalyse der Scanner-Prozessdaten am Institut Doringer Salzburg. Vier Hypothesen, vier Maßnahmen, +7 % kalkulatorisch allein aus dem Slot-Redesign — und über 24 Wochen bereits +14 % gemessene MRT-Leistungen aus dem Live-Buchungssystem. Plus: warum das technische Plateau erreicht ist und der nächste Hebel im Prozess liegt.

TL;DR. Sechs Monate Datenanalyse der Scanner-Prozessdaten am Institut Doringer Salzburg (zwei MRT Lumina). Aus den Zeitmarkern pro Untersuchung wurden vier Arbeitshypothesen abgeleitet — Serien-Varianz, Spulenwechsel, KM-Wechselzeit, Plan/Ist-Gap. Daraus entstanden vier konkrete Maßnahmen für 2026: SOP-Datenbank, Slot-Redesign nach Spulen-Verwendung, Triagierung nativer Gehirn-MRT, eigener Vorbereitungsraum. Die kalkulatorische Erwartung aus dem Slot-Redesign allein liegt bei +7 % Auslastung — und über 24 Wochen zeigt die Live-Auswertung aus dem MiraNext-Buchungssystem bereits +14 % MRT-Leistungen (gemessen). Eine ehrliche Methodik plus Maßnahmenplan, der ab 2026 mit dem MiraNext-Kalender weiter ausgebaut wird.

Das technische Plateau ist erreicht. Doringer Salzburg betreibt zwei MRT Lumina mit Deep Resolve und seit 2024 Deep Resolve Boost. Die durchschnittliche Untersuchungsdauer pro MRT wurde in den Vorjahren durch reine Hardware- und Sequenz-Innovationen deutlich gesenkt — die Maschine selbst gibt nicht mehr viel her. Weitere Effizienz-Gewinne kommen aus dem Prozess rundherum: `Total Time = Exam Duration + Change Time`. Beide Komponenten lassen sich noch beeinflussen, aber nicht durch neue Hardware, sondern durch organisatorische und planerische Hebel.

Prozessdaten als Datenbasis. Die Scanner-Prozessdaten liefern Zeitmarker pro abgeschlossener Untersuchung: Body Region, Exam Description, Anzahl Serien, Exam Duration, Change Time, Kontrastmittel ja/nein. Über sechs Monate ergab das eine belastbare Datengrundlage, aus der vier Arbeitshypothesen abgeleitet wurden.

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Hypothese 1 · Serien-Varianz innerhalb der Studien. Beispiel-Finding: bei der LWS-Routine kommt es vor, dass eine 6. Serie gefahren wird, die in der Mehrzahl der Fälle nicht zur Diagnose beiträgt. Untersuchungsdauer bei 5 Serien: 04:55. Bei 6 Serien: 06:13. Pro Fall sind das +26 % Untersuchungsdauer ohne zusätzlichen diagnostischen Mehrwert — kumuliert relevant, weil LWS-Routinen einen großen Anteil am Untersuchungs-Mix haben. Ähnliche Muster zeigen sich bei Mammographie (16. Serie als Ausreißer) und bei Abdomen-Untersuchungen (hohe Varianz).

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Hypothese 2 · Zu viele Spulenwechsel am Tag. Das aktuelle Slot-Modell mischt Spulen-Setups beliebig — eine LWS-Untersuchung folgt einer Schulter, danach Knie, danach Mamma. Jeder Wechsel kostet Wechselzeit, die nicht in Patientenfluss übersetzt wird. Adressiert durch das Slot-Redesign 2026: Slots werden ausschließlich nach Spulen-Verwendung geplant, mit deutlich verlängerten Einzel-Slots.

Hypothese 3 · Wechselzeit-Verlust durch KM-Gabe. Bei MRT-Gehirn-Untersuchungen werden 60 % aller Fälle ohne Kontrastmittel durchgeführt. Native und KM-Workflows haben aber unterschiedliche Slot-Bedarfe: 12 min nativ vs. 18 min mit KM — d. h. +50 % Slot-Demand pro KM-Fall, der heute pauschal eingeplant wird. Mit KM verlängert sich die Wechselzeit um +01:19 und die Untersuchungsdauer um +04:27. Adressiert durch M2 (Triagierung nativer Gehirn-MRT) plus durch den eigenen Vorbereitungsraum, in dem der KM-Zugang vorbereitet wird — nicht mehr am Gerät.

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Hypothese 4 · Plan/Ist-Gap. Pauschale 30-Minuten-Slots passen weder zu einer 18-Minuten-LWS noch zu einer 45-Minuten-Mamma-MRT. Adressiert durch indikations-spezifische Slot-Längen im neuen Plan ab 2026.

Die Maßnahmen für 2026. Aus den vier Hypothesen entstand ein konkreter Plan:

M1 · SOP-Datenbank. Pro Untersuchungsart und Indikation eine spezifizierte Protokoll-Vorlage. Vermeidet z. B. die 6. Serie bei LWS-Routinen und die 16. Serie bei Mammographie. Reduktion der Serien-Varianz wirkt direkt auf die Exam Duration.

M2 · Triagierung native Gehirn-MRT. 60 % nativer Anteil wird in eigene, kürzere Slots geroutet — getrennt vom Workflow mit Kontrastmittel.

Neue Slot-Verteilung 2026 (MRT 1). Ausschließliche Slot-Planung nach Spulen-Verwendung. Spine-Slot 5 h statt 3 h, Body-Kontrast-Slot 4 h statt 2 h, Programmwechsel pro Tag reduziert von 10 auf 5.

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Vorbereitungsraum. Eigener Raum für KM-Zugang und Patient-Briefing. Der KM-Zugang wird nicht mehr am Gerät gelegt — wirkt direkt auf die Change Time, analog zur Trendkurve, die für CT Salzburg bereits messbar ist.

Erwartung. Allein aus der Slot-Zeit-Anpassung leitet die Prozessdaten-Analyse kalkulatorisch eine Auslastungssteigerung von rund 7 % ab — bei unveränderter Hardware und unveränderter MTR-Belegschaft. Die übrigen Hebel (M1 SOP-Datenbank, M2 Native-Gehirn-Triage, Vorbereitungsraum) sind in der Wirkung qualitativ klar, aber nicht in derselben Kalkulation eingerechnet. Der Ziel-Korridor liegt entsprechend höher, mit einer realistischen Bandbreite je nach Hebel-Mix und Umsetzungstempo.

Was das für andere DACH-Praxen heißt. Wenn Ihre Praxis ähnliche strukturelle Bedingungen hat — heterogene Untersuchungs-Dauern, viele Spulenwechsel pro Tag, ein spürbares Plan/Ist-Delta — ist die MiraBook-Methodik direkt übertragbar. Das setzt voraus, dass Sie ein Process-Mining-Tool (oder eine vergleichbare Analytik-Schicht) auf den Geräten haben und dass Sie bereit sind, das Slot-Modell aktiv neu zu schneiden.

Gemessen, nicht nur kalkuliert. Über 24 Wochen (KW 49/2025–KW 20/2026) zeigt die Live-Auswertung aus dem MiraNext-Buchungssystem am Standort Doringer +14 % MRT-Leistungen. Die einzelnen Hebel-Erwartungen (u. a. die +7 % allein aus dem Slot-Redesign) bleiben kalkulatorisch und stellen kein SLA dar; der gemessene Gesamteffekt liegt darüber und wird mit dem weiteren Roll-out fortgeschrieben.

Nächster Schritt. Live-Webinar am 24. Juni 2026, 14:00 CEST — DI David Baumgartner, MSc, MBA, stellt die MiraBook-Methodik in 30 Minuten vor, plus 15 min Q&A. Aufzeichnung folgt 24 h später per Mail. Anmeldung: https://miranext.ai/#newsroom · 20-Minuten-Erstgespräch: https://miranext.ai/#demo · direkt: [email protected] · +43 50994 9001.